Fachbereich 6 Mathematik/Informatik

Institut für Informatik


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Beschreibungen der Vorträge und Workshops

Informatik: Gestern, heute, morgen

Oliver Vornberger

Universität Osnabrück, Institut für Informatik

Der Vortrag berichtet von den enormen Leistungssteigerungen der IT-Branche in den letzten 40 Jahren, zeigt aktuelle Berufsfelder für Informatiker und vermittelt die Prognosen des Google Directors Ray Kurzweil auf dem Weg zur Singularität im Jahre 2045.

Die Algorithmik des Heiratsproblems - oder wie Sie einen Nobelpreis gewinnen können

Markus Chimani, AG Theoretische Informatik

Algorithmik beschäftigt sich mit der Entwicklung und Untersuchung beweisbar "guter" (schneller, speichereffizienter, etc.) Vorgehen zur Berechnung von Dingen---dem Kern jedes Computerprogramms.

Wir werden uns beispielhaft effiziente Lösungen für das "Heiratsproblem" ansehen: Mehrere Frauen und Männer sollen so miteinander verheiratet werden, dass jeder glücklich wird. Das Problem hat überraschend viele Anwendungen jenseits von Dating-Webseiten, und brachte sogar schon einen Nobelpreis ein...

Robotik aufm Acker -- Robotertechnologie in der Landmaschinentechnik jetzt und in Zukunft

Joachim Hertzberg, AG Wissensbasierte Systeme

In Landwirtschaftsbetrieben wird schon heute allerneueste Technik aus der Robotik täglich eingesetzt: Ein moderner Mähdrescher ist in vielerlei Hinsicht ein Roboter. Der Vortrag zeigt, wo in einem Landwirtschaftsbetrieb schon heute überall Robotik steckt. Dann geht er darauf ein, wie sich die Robotik in der Landtechnik weiter entwickeln könnte, und erklärt,  wohin das läuft, warum es gut sein könnte und was das alles mit dem Informatikstudium in Osnabrück zu tun hat.

Wie packe ich meinen Rucksack und reise in 80 Tagen um die Welt?- Mathematische Optimierung im Alltag

Sigrid Knust

Universität Osnabrück, Institut für Informatik

An vielen Stellen im Alltag profitieren wir vom Einsatz mathematischer Optimierungsverfahren, beispielweise bei der Fahrplanerstellung, der Routen-, Schicht- oder Stundenplanung. Da es oft eine sehr große Anzahl von Möglichkeiten gibt und es für einen Menschen sehr schwierig ist, manuell eine gute Lösung zu finden, werden zunehmend Computer zur Unterstützung eingesetzt. Im Vortrag werden einige grundlegende Optimierungsprobleme und Ideen für Lösungsverfahren präsentiert.

Einsatz von Fernerkundung im Gefahren- und Katastrophenmanagement - Das ESA Copernicusprogramm

Christine Pohl, AG Fernerkundung

Die Fernerkundung beschäftigt sich mit der Aufnahme und Analyse von Daten, die auf unterschiedlichen Plattformen von unserer Umwelt erfasst werden. Dazu gehören terrestrische Bilder, Daten von Kameras, die auf Drohnen montiert sind, flugzeuggestützte Aufnahmen und Satellitenbilder. Diese sogenannten Geodaten werden u.a. im Gefahren- und Katastrophenschutz benötigt, um Auswirkungen von Naturgefahren und Umwelt- bzw. technologische Katastrophen zu verringern. Dabei geht es um Frühwarnsysteme zur Prävention sowie Katastrophenmanagement zum Schutz und zur Rettung von Menschen. Man unterscheidet natürliche Katastrophen, wie z.B. Erdbeben, Überflutungen, Vulkanausbrücher o.ä. und vom Menschen verursachte Katastrophen. Zur letzteren Kategorie gehören z.B. Krieg, Feuer oder Nuklearunfälle. Die Europäische Raumfahrtbehörde hat einen Katastrophenmanagement Service eingerichtet, um notwendige Informationen aus Fernerkundungsdaten an entsprechende Entscheidungsträger und Hilfskräfte zur Verfügung zu stellen. Mit einer Reihe von Satelliten, die im Rahmen des Copernicusprogramms ins Weltall geschossen wurden, kann die Erde rund um die Uhr beobachtet werden. Verschiedenste Daten werden regelmäßig erfasst und ausgewertet, so dass Veränderungen kartiert werden können. Im Katastrophenfall sind Experten in der Lage, aus den Satellitebildern Karten herzustellen, die Lage und Ausmaß der Katastrophen auch von schwer zugänglichen Regionen darzustellen und Hilfskräften mögliche Zugangsmöglichkeiten bzw. Evakuierungsrouten aufzuzeigen. Dieser Vortrag gibt einen Einblick in den Einsatz und die Auswertung von Satellitenbildern in diesem Kontext mit Beispielen von Überflutungen, Wildbränden und Flüchtlingskatastrophen.

Roboter-Schwärme

Michael Brinkmeier

Universität Osnabrück, Institut für Informatik

In nicht so ferner Zukunft werden Roboter, selbstfahrende Autos und andere informatische Systeme kooperieren müssen, um autonom Aufgaben zu erfüllen. Dabei kommen die unterschiedlichsten Verfahren, Protokolle und Techniken zum Einsatz. Ein wichtiger Bereich ist die Organisation von Schwärmen, d.h. einer großen Zahl von identischen oder ähnlichen Systemen, die zusammen spezifische Aufgaben lösen.

In diesem Workshop soll ein Schwarm von Thymio II Robotern programmiert werden. Dazu programmiert jedes Team einen Roboter, so dass er zusammen mit den Geräten der anderen Teams eine Aufgabe erfüllt. Dazu stehen sowohl grafische als auch textbasierte Entwicklungsumgebungen zur Verfügung. Durch die Kommunikation  zwischen den Geräten ist auch die Realisierung komplexer Systeme, wie z.B. einer Verkehrssimulation, auf einfache Weise möglich.

Automatisierung

Jonas Schneider

Universität Osnabrück, Institut für Informatik

Viele Aufgaben des täglichen Lebens sind bereits durch informatische Methoden automatisiert. Zu diesen gehört beispielsweise die Zählmaschine für Münzgeld. Aus informatischer Sicht handelt es sich dabei um ein so genanntes Klassifikationsproblem. Jede einzelne Münze muss anhand ihrer Größe und ihres Gewichts einer bestimmten Klasse, z.B. 5-ct-Stück oder 1-Euro-Stück zugeordnet werden.

In diesem Workshop soll eine automatisierte Klassifikation für Münzgeld entworfen und programmiert werden. Dazu erstellen einzelne Teams jeweils eine eigene Klassifikation, die im Anschluss gegeneinander antreten.  Ziel ist es, die eigengeworfene Menge Münzgeld korrekt zu zählen, um weder dem Kunden noch der Bank Geld zu schenken.